Kurze Inhaltsangabe:
Wo immer der Weiße Mann die Erde berührt hat, ist sie wund."
Dieser verbitterte Satz einer alten Indianerin nennt einen der Gründe,
der
die Ausbreitung weißer Zivilisation zur Katastrophe für die
Ureinwohner
Nordamerikas werden ließ. Aus der Sicht der Indianer zeigt dieser
Film das
Land der Vereinigten Staaten. In erhaltenen Reden, Briefen und Gebeten
der
vergangenen Jahrhunderte vermitteln die Indianer mit poetischer
Sprachgewalt ein Selbstzeugnis.
Aufnahmen von Indianern zwischen Norddakota und New Mexiko, für
sich
sprechende Landschaftsbilder im Grand Canyon, im Monument Valley,
Yellowstonepark etc., illustrieren eingehend die alten und neuen
Indianertexte.
"Ein Falke kreist auf
den Wegen des Windes - er allein kennt sie, er allein weiss, wie sie
ihn zum Mittelpunkt führen."
Simon J. Ortiz (Pueblo- Indianer)...
"Wir wissen, was der weisse Mann eines Tages erst entdecken wird.
Unser großer Geist ist derselbe Gott. Denkt nicht, dass ihr ihn
besitzt, so wie ihr unser Land zu besitzen glaubt, denn das koennt ihr
nie.
Der grosse Geist ist der Gott aller Menschen, des Roten und des Weissen
Mannes. Dem grossen Geist ist diese Erde kostbar. Die Erde zu verletzten
heisst Gott zu verachten."
Chief Seatlle 1854... Nach Ansicht der Indianer
gehört die Erde dem Grossen Geist, und dem Menschen ist sie nur
in Obhut gegeben. Das Land, das ich nutze, ist nicht mein, es ist mir
vom Grossen Geist nur zu meinem Nutzen und zum Nutzen für die Generationen
derer, die nach mir kommen, geliehen. Die Bereitschaft des Indianers,
mit seinen Mitmenschen zu teilen, war eine grossartige Sache.
Wenn ein Mann heiratete, griff jeder mit an und half, ihm ein Heim zu
errichten. Er brauchte nicht eine Hypothek von 20000 Dollar aufzunehmen,
an der er den Rest seines Lebens zahlte. Wenn er auf die Jagd oder zum
Fischfang ging und mehr heimbrachte, als er brauchte, teilte er seine
Beute mit anderen.
Sein Sinn, sich zu allem Zeit zu lassen, verlieh ihm geistige und körperliche
Gesundheit. Und weil er so handelte und lebte, bescherte ihm der Grosse
Geist viele Tage. Er wurde alt und lebte ein gutes Leben. Moege es euch
auch so ergehen, meine Freunde."
Sun Bear...ein Chippewa-Indianer aus Minnesota...
"Der ganze Südwesten war ein einziges Haus, gebaut aus der
Morgendämmerung. Es war gemacht aus Blütenstaub und Regen.
Das Lnad war alt und ewig. Viele Farben waren auf den Hügeln und
in der Ebene, und hinter den Bergen war eine dunkle Wildnis. Das Land
war bestellt und stark, und im ganzen Umkreis war es schön."
Indianerlied des Südwestens...
"Wer die Erde nicht respektiert, zerstört sie, wer nicht alles
Leben so wie das eigene respektiert, wird zum Mörder. Der Mensch
glaubt manchmal, er sie zum Besitzer, zum Herscher erhoben worden. Das
ist ein Irrtum. Er ist nur ein Teil des Ganzen. Seine Aufgabe ist die
eines Hüters, eines Verwalters, nicht die eines Ausbeuters. Der
Mensch hat Verantwortung, nicht Macht. Wir denken bei jeder Entscheidung
an die siebte der kommenden Generationen. Es ist unsere Aufgabe, dafür
zu sorgen, dass die Menschen nach uns, die noch ungeborenen Generationen,
eine Welt vorfinden, die nicht schlechter ist als die unsere - und hoffentlich
besser."
Oren Lyons...Häuptling der Onondaga-Nation...
"Wenn wir jagen, so ist es nicht unser Pfeil, der den Elch tötet,
wie stark auch unser Bogen sein mag; es ist die Natur selbst,die ihn
tötet."
Big Thunder (Ende 19.Jh.) ... Wabanaki Algonquin...
"Von allen Tieren ist das Pferd der beste Freund des Indianers,
denn ohne es könnte er keine weiten Reisen unternehmen. Das Pferd
ist der wertvollste Besitz eines Indianers. Wenn ein Indianer etwas
wichtiges vorhat, dann verspricht er seinem Pferd, es mit Erdfarben
zu bemalen, wenn es ihn unterstützt, sodass alle sehen können,
wie sein Pferd ihm geholfen hat."
Brave Buffalo (Ende 19.Jh.) ...Medizinmann der Teton Sioux...
|