Kurze Inhaltsangabe:
Ralph Benatzky hat es nie besonders gemocht, und dennoch
ist es sein berühmtestes Werk und das bis heute meistgespielte
Musiktheater-Stück: "Das weiße Rößl".
Die "Rößl"-Evergreens wie,
"Es muß was Wunderbares sein" ,
"Und als der Herrgott Mai gemacht ..." ,
"Im Salzkammergut, da ka'mer gut lustig sein"
sowie das Titellied
machten ihn allerdings nicht froh. Zu sehr widerstrebte die arbeitsteilige
Produktionsweise des Revue-Regisseurs
Erik Charell Benatzkys eigener künstlerischer Auffassung.
Wo der Regisseur la Broadway-Musical gleichzeitig mehrere Textdichter
und Komponisten anheuerte, fiel Benatzky die richtige Melodie nur ein,
wenn er selbst das Libretto schrieb. So hatte Benatzky beim "Weißen
Rößl" zwar die kompositorische Gesamtleitung und schuf
die meisten Nummern, mußte sich jedoch einer Lustspielvorlage
von Charell und Hans Müller fügen und Schlager von Robert
Gilbert ("Was kann der Sigismund dafür, daß er so schön
ist"), Robert Stolz ("Die ganze Welt ist himmelblau"
,
"Mein Liebeslied muß ein Walzer sein"), Bruno Granichstaedten
("Zuschaun kann i ned") einarbeiten.
Die begeisterten Kritiken nach der Premiere am 8. November 1930 in Berlin
ließen ihn kalt.
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